Im Folgenden möchten wir ein paar Worte an die Menschen richten, die unsere kleinen Goldstücke groß ziehen werden und ihnen ein behütetes Heim geben werden:

 

Unsere Hunde sind Familienmitglieder, sie leben wie Kinder mit uns zusammen und bereichern unser Leben tagtäglich mit ihrer Anwesenheit. Wir möchten gar nicht an den Tag denken, an dem uns einer unserer geliebten Vierbeiner einmal verlassen muss.

 

Daher ist es uns umso wichtiger, unser gemeinsames Leben soweit es geht auszukosten, so viel wie möglich gemeinsam zu erleben und unserem treusten Freunden jeden Tag aufs Neue das Gefühl zu geben, geliebt zu werden, so wie sie es jeden Tag, jede Stunde und jede Minute für uns tun.

 

Genau das ist es, was wir uns auch für unseren kleinen neuen Erdenbürger wünschen:

 

Einen Menschen oder eine Familie, die das neue Familienmitglied hingebungsvoll liebt, die ihm Zeit und die nötige Konsequenz gibt, zu verstehen und zu lernen und die ihm ein wunderschönes Leben bereitet, das GANZE Leben lang, bis zum letzten Tag !!!

 

Darum sind für uns das Kennenlernen der neuen Besitzer sowie der weiterführende Kontakt auch nach der Abgabe des Welpen von großer Bedeutung. Wir stehen so gut es geht mit Rat und Tat zur Seite und wünschen uns, über das weitere Leben unseres Schützlings informiert zu werden. Ruft uns an, schickt uns Bilder, kommt uns mit Eurer Schnecke oder Eurem Lausbuben besuchen. Wir freuen uns sehr.

 

Im nachfolgenden ist eine Geschichte zu finden, die unbedingt gelesen und VERINNERLICHT werden sollte.

Solche Umstände wünschen wir uns KEINESFALLS für einen unserer Welpen.

*****

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund.

Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.

Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff. Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein.

Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.

Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.

Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr.

Ich war glücklich, weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabies, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte.

Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe". Als sie aber grösser waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre. Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt.

Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge.

Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung
ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.

Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen.
Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest: "Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum".

Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben.

Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.

Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?".

Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte.

Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.

Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäß war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte. Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?" Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so leid". Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort. Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte.

Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.

Wir möchten dazu ermutigen, "Wie konntest Du nur?" zu veröffentlichen und so mitzuhelfen, die verbreitete Vorstellung von Tieren als "entsorgbar" zu ändern und vor Augen zu halten, dass der Entschluss, ein Tier in eine Familie aufzunehmen, eine

Verpflichtung bedeutet, welche für die Lebensdauer des Tieres anhält!

 

"Wie konntest Du nur?" "How Could You?"
Copyright Jim Willis 2001

*****

Das Gedicht zeigt genau, dass man sich die Anschaffung eines Hundes genau und auch mehrfach überlegen sollte.

 

Bitte verinnerlicht, dass der Hund und euch oder eure Familie in seinem Leben hat. Bitte handelt danach.

 

Nachstehend haben wir einmal die 10 Bitten eines Hundes aufgeführt. Auch diese sollten unbedingt verstanden werden, denn diese Bitten sagen uneingeschränkt die Wahrheit:

1.

Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre. Jede Trennung von Dir

wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.

2.

Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3.

Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.

4.

Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde - ich habe nur Dich.

5.

Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

6.

Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.

7.

Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit

Leichtigkeit die Knöchel Deiner Hand zerquetschen könnten,

dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.

8.

Ehe Du mich bei der Arbeit "unwillig" schiltst, "bockig" oder "faul", bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter,

vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt

oder habe ich ein verbrauchtes Herz.

9.

Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du

wirst einmal alt sein.

10.

Gehe jeden schweren Gang mit mir.

Sage nie: "Ich kann sowas nicht sehen" oder "es soll in meiner Abwesenheit geschehen".

Alles ist leichter für mich mit Dir.

Der Hund hat im Leben ein einziges Ziel, sein Herz zu verschenken.

(Verfasser unbekannt)

 

Sie werden euch viele unvergessliche und unverwechselbare Momente bereiten.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© FranTastic's Deutsche Doggen